Die Social-Networking Küche

Knüpfen Sie Kontakte beim Kochen, Essen oder einer Weinprobe bei Ihnen Zuhause.

Heutzutage muss man überall connected sein. Kontakte knüpfen ist das A und O. Dieses Phänomen nennt sich “Networking“ und ist in der modernen Zeit ein absolutes Muss. Man tauscht sich aus in unzähligen sozialen Medien, wie Facebook, Instagram, Pinterest, Xing und wie sie alle heißen.

Aber nicht jeder mag das monotone, unpersönliche „aufs Handy starren“. Ist es nicht viel spannender und unterhaltsamer, die Menschen direkt vor sich zu haben und von Auge zu Auge zu sprechen und nicht von Handy zu Handy zu schreiben? Kein Trend ohne Gegentrend. Die Gegenbewegung der Handy-Starrer betreibt ihr Networking anders. Sie treffen sich im realen Leben - zu Hause, in Ihrer Küche. Hier können Sie sich austauschen, zusammen Kochen, Essen oder Weinproben veranstalten. Wir haben mit einem von ihnen gesprochen.

Christian, 55 - Networker für Food and Drinks

“Am liebsten kommen wir einmal im Monat abends bei mir zusammen und unterhalten uns, schlemmen gemeinsam und lassen es uns einfach gut gehen. Das ist fast schon wie ein festgesetzter Termin. Jeder bringt einen Happen zu Essen mit, wenn wir Lust haben, bereiten wir diese Häppchen auch gemeinsam in unserer großen offenen Küche zu, da haben alle Platz und die Köche kommen sich gegenseitig nicht in die Quere. Es macht Spaß zu sehen, wer seine Speisen wie zubereitet – da kann man auch immer noch den ein oder anderen Tipp abschauen.
Wir probieren gerne Neues aus, deswegen lassen wir unserer Kreativität oft beim Kochen freien Lauf und überraschen uns gegenseitig mit exotischen Gerichten oder neuartigen Zutaten. Zum Beispiel ein „spicy chicken tikka masala“ mit Naan-Brot. Anschließend setzen wir uns bei einer guten Flasche Wein zusammen, genießen das wunderbare Essen und tauschen uns über die letzten Vorkommnisse aus. Was war bei den anderen die letzten Tage so los? Gab es Stress im Job? Ist alles gut im Privaten? Wir besprechen gerne, wie es uns im Alltag ergangen ist und was uns bewegt. Je später der Abend, desto tiefgründiger werden die Gespräche.

Manchmal schweifen wir in unsere Jugend ab und schwelgen gerne in den guten alten Zeiten. Dabei tauchen wir oft so intensiv in unsere Erzählungen ein, dass wir gar nicht anders können, als die Musik unserer Jugend aufzulegen. Während die Musik der 70er oder für die Jüngeren unter uns, die Songs der 80er durch die Lautsprecher dringen, erinnern wir uns gerne an die prägenden Erlebnisse zurück, die wir mit diesen Melodien verbinden. Lange Autofahrten in den Urlaub, lauschige Abende am See und atemberaubende Konzerte.
Die rockige Musik passt übrigens auch perfekt zum Vintage-Charakter unserer offenen Küche im Industrial Style. Ich freue mich als Gastgeber, sozusagen als Chief-Networker, jedes Mal, wenn es uns gelungen ist, einen Abend voller Inspirationen hinzukriegen, sei es in Sachen Küche, Kochen, Wein oder Musik. Unterstützung gibt mir dabei meine Vintage-Küche, die lässig den Wohlfühlcharakter unterstreicht. Manchmal zu sehr – da geht der Abend in den Morgen über.“
Sollten Sie kein Händchen für das Kochen haben, zaubern Sie einfach eine große Käseplatte mit frischem Brot auf den Tisch - damit wird auch jeder Gast zufrieden sein. Sie können aber auch die Gäste bitten, etwas zu Essen mitzubringen und Sie kümmern sich um den Wein.
 

Die Weinprobe zu Hause

Eine weitere Variante des Networkings zu Hause wäre eine Weinprobe. Eine durchaus spannende, lustige und interessante Angelegenheit.

Wir haben Ihnen eine kleine Checkliste zusammengestellt, damit Ihre Weinprobe ein voller Erfolg wird.

1 – Zeit

Wichtig für eine Weinprobe ist ausreichend Zeit. Sie müssen den edlen Tropfen genügend Aufmerksamkeit schenken, damit Sie ihn bewusst wahrnehmen, riechen und schmecken können.


2 – Das Aroma- oder Duftrad

Um über den Geschmack eines Weines philosophieren zu können, muss man ihn beschreiben können. Es gibt wohl kaum ein anderes Getränk, das im Geschmack so komplex ist wie Wein. Dem Laien fehlen oft die Worte für eine genaue Beschreibung. Hierfür gibt es eine Hilfestellung. Für die Bestimmung von Weinen gibt es ein sogenanntes Aroma- oder Duftrad. Hier können Sie sich mit vorgegebenen Beschreibungen anregen lassen und müssen nicht nach Worten ringen. Ob Sie sich für feuchtes Papier, nassen Ziegel, Karamellbonbons, Asche, Anis, Toastbrot, angeschlagenen Apfel, Zigarrenkiste oder Sägespäne in der Beschreibung entscheiden – Sie werden Spaß daran haben!

Das Duftrad zum Ausdrucken

3 – Wein oder Essen oder beides?

Klären Sie in Ihrer Einladung, ob es auch etwas zu Essen gibt. Bei einer Weinprobe etwas zu essen ist für die einen ein No Go, für die anderen ist es eine wichtige Grundlage, der nächste schwört auf den Käse oder die Schokolade zum Rotwein und der übernächste möchte Brot zum „neutralisieren“. Wie Sie es auch machen, kündigen Sie es an, damit alle wissen, auf was sie sich einlassen.

4 – Ein Thema vorgeben

Wenn Sie die Weine nicht nur beschreiben und probieren möchten, sondern auch vergleichen wollen, dann entscheiden Sie sich am besten für ein Thema. Entweder Rot oder Weiß, alle Weine aus einem Jahrgang oder von hochwertig bis schlicht. Und nehmen Sie sich nicht zu viel vor! Vier bis fünf verschiedene Sorten Wein sind völlig ausreichend!

5 - Die Reihenfolge

Es gibt bestimmte Reihenfolgen einzuhalten, damit Sie die Aromen am besten wahrnehmen können.

- von Weiß- zu Rotwein, falls Sie doch mischen wollen
- von leichten zu schweren Weinen
- von jungen zu gereiften Weinen
- von günstigen zu teuren Weinen, von Tafelwein zu Qualitätswein

Eine charmante, unterhaltsame Variante ist es, jeden der Gäste seinen Lieblingswein mitbringen zu lassen, inklusive der Geschichte dazu, warum es der Liebste ist.

Lust bekommen? Dann können Sie gleich in Ihrem Social-Media-Kanal die Einladung zu einer Weinprobe rausschicken!

Viel Spaß und einen schönen Abend!